Ganzheitliche Pferdezucht

Reitsport, Ausbildung und Pferdezucht in Neuberg – Leidenschaft und Verantwortung von Anfang an

Der Reitsport ist für uns weit mehr als nur ein Sport. Er ist eine Lebensaufgabe, eine tägliche Leidenschaft und ein verantwortungsvoller Umgang mit einem einzigartigen Partner: dem Pferd.

Unser Betrieb in Neuberg ist dabei bewusst in zwei Bereiche gegliedert: einen landwirtschaftlichen Betriebsteil für die Pferdezucht sowie einen gewerblichen Betriebsteil für Ausbildung, Pensionshaltung und Vermarktung. Beide Bereiche greifen ineinander und bilden gemeinsam ein ganzheitliches und nachhaltiges Konzept.

Ausbildung und Pensionsbetrieb – individuelle Förderung für Pferd und Reiter

Der gewerbliche Teil unseres Betriebes umfasst die Ausbildung von Pferden, die Betreuung von Pensionspferden sowie die Vermarktung von Sportpferden.

Unsere Anlage bietet optimale Bedingungen für eine pferdegerechte Haltung und ein strukturiertes Training. Dabei legen wir großen Wert auf eine individuelle Förderung – sowohl für junge Nachwuchspferde als auch für bereits ausgebildete Sportpferde.

Unser Trainingskonzept basiert auf Geduld, Fachwissen und einer klaren, pferdegerechten Ausbildung. Ziel ist es, jedes Pferd entsprechend seiner Anlagen zu fördern und langfristig gesund und leistungsbereit zu entwickeln.

Die im gewerblichen Betrieb erzielten Erlöse tragen zudem zur finanziellen Stabilität und Unterstützung des landwirtschaftlichen Zuchtbereichs bei.

Das Gestüt – Pferdezucht als landwirtschaftliches Fundament

Der landwirtschaftliche Betriebsteil bildet die Grundlage unseres Gesamtkonzeptes und umfasst die Pferdezucht sowie die Aufzucht der Jungpferde.

Es werden bis zu fünf Zuchtstuten gehalten. Die daraus hervorgehenden Fohlen verbleiben in der Regel bis zu einem Alter von zwei Jahren im Zuchtbetrieb und wachsen dort unter kontrollierten und pferdegerechten Bedingungen auf.

Nach Abschluss der Aufzuchtphase werden die Jungpferde in den gewerblichen Betrieb überführt, wo ihre weitere Ausbildung und spätere Vermarktung erfolgt.

Ausnahmen bilden der Verkauf von Fohlen und Jährlingen, die direkt aus dem landwirtschaftlichen Betrieb heraus erfolgen.

Durch diese klare Struktur können wir die Entwicklung unserer Pferde von Geburt an begleiten und gezielt steuern.

Transparenz und Qualität durch eigene Nachzucht

Ein wesentlicher Vorteil unseres Systems liegt in der vollständigen Nachvollziehbarkeit der Pferdeentwicklung.

Wir kennen unsere Pferde vom ersten Lebenstag an – ihre Aufzucht, ihre Haltung und ihre gesundheitliche Entwicklung. Gerade im Pferdehandel ist dies ein entscheidender Unterschied, da Herkunft und frühe Entwicklung häufig nicht lückenlos dokumentiert sind.

Durch die eigene Zucht schaffen wir maximale Transparenz und können Pferde anbieten, deren gesamte Entwicklung wir verantwortungsvoll begleitet haben.

Nachhaltige und verantwortungsvolle Zucht

Unsere Pferdezucht basiert auf klaren Prinzipien: Gesundheit, genetische Vielfalt und nachhaltige Entwicklung. Inzucht wird konsequent ausgeschlossen. Bei jeder Anpaarung prüfen wir sorgfältig Abstammungen, genetische Linien und mögliche Krankheitsdispositionen.

Dabei achten wir bewusst darauf, bestimmte Linien gegebenenfalls auszuschließen und neue, passende Blutlinien einzubringen. Die Auswahl der Hengste erfolgt gezielt und abgestimmt auf die individuellen Stärken unserer Stuten.

Unser Ziel ist eine robuste, vielseitige und leistungsbereite Nachzucht.

Zusammenarbeit mit Zuchtverbänden

Ein wichtiger Partner in unserer Arbeit ist der Hannoveraner Verband. Der regelmäßige Austausch mit den Zuchtverbänden ist für uns selbstverständlich.

Wir präsentieren unsere Zuchtergebnisse, beteiligen uns aktiv am Dialog über moderne Zuchtziele und sehen uns in der Verantwortung, Erkenntnisse transparent zu teilen.

Auch mögliche Probleme oder Auffälligkeiten werden offen kommuniziert – denn nur durch Zusammenarbeit kann sich die Pferdezucht nachhaltig weiterentwickeln.

Ausbildung von Jungpferden – eine besondere Stärke unseres Betriebes

Die Ausbildung junger Pferde stellt eine zentrale Verbindung zwischen Zucht (Landwirtschaft) und gewerblichem Betrieb dar.

Hier hat sich insbesondere unsere Tochter Chantal Gärtner einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Trotz ihres jungen Alters verfügt sie über außergewöhnliche Erfahrung in der Ausbildung von Nachwuchspferden.

Mehrere Pferde hat sie von der Remonte bis in die schwere Klasse entwickelt. Zwei Pferde führte sie selbst von zweijährig bis zur Klasse S.

Ein besonderes Beispiel ist das Pferd Liverpool, das bereits im Alter von sieben Jahren erfolgreich in der Klasse S platziert werden konnte. Diese Entwicklung unterstreicht die Bedeutung von Geduld, Systematik und einem tiefen Verständnis für das jeweilige Pferd.

Ein klar strukturiertes und ganzheitliches Konzept

Unser Betrieb steht für ein klar strukturiertes Zusammenspiel zweier Bereiche:

  • Landwirtschaft: Pferdezucht und Aufzucht
  • Gewerbe: Ausbildung, Pensionsbetrieb und Vermarktung

Auch die Infrastruktur der Reitanlage folgt diesem Konzept: Die vorhandenen Boxen sind eindeutig entweder dem Zuchtbereich oder dem Ausbildungs- und Vermarktungsbetrieb zugeordnet.

Zucht, Aufzucht, Ausbildung und Vermarktung greifen so nahtlos ineinander. Vom ersten Lebenstag bis zum ausgebildeten Sportpartner begleiten wir unsere Pferde mit größter Sorgfalt.

Für unsere Kunden bedeutet das Vertrauen, Transparenz und die Sicherheit, ein Pferd zu erwerben, dessen gesamte Entwicklung nachvollziehbar ist.

Denn am Ende steht für uns immer das gleiche Ziel: gesunde, leistungsbereite Pferde und zufriedene Reiter – aufgebaut auf einer verantwortungsvollen Zucht und einer fundierten Ausbildung.


Reiterlicher Werdegang – Chantal Gärtner

Geboren: 26.04.2001 in Frankfurt am Main
Reitsport seit:
2008
Berufsreiterin seit:
2021
Turniersport:
aktiv seit 2018 (LK 5), seit 2023 Platzierungen bis S**

Wie alles begann

Tiere waren schon immer ein fester Bestandteil der Familie Gärtner. Chantals Mutter Barbra verbrachte bereits in ihrer Kindheit viel Zeit in Reiterferien und entwickelte früh eine besondere Vorliebe für Haflinger. Im Jahr 2008 kam schließlich durch eine spontane Entscheidung ihres Vaters Klaus die einjährige Tiroler Haflingerstute Unika in die Familie – der Beginn einer großen Leidenschaft.

In den folgenden Jahren wuchs die Pferdefamilie stetig: Weitere Haflinger und Ponys kamen hinzu, und mit ihnen auch die Verantwortung. Parallel begannen die Eltern, einen eigenen Pferdebetrieb aufzubauen. Aus der Leidenschaft sollte sich eine berufliche Perspektive für Tochter Chantal entwickeln.

Chantal verlor dabei nie ihre Begeisterung für Pferde und den Reitsport. Täglich – bei Wind und Wetter – kümmerte sie sich um die Tiere. Zunächst im Stall, später auch auf einem außenliegenden Grundstück, das die Familie für ihre inzwischen sieben Ponys erworben hatte.

Der steinige Weg

Für die Familie war vieles Neuland – insbesondere der Turniersport. Die ersten Vereine und Trainer konnten Chantals Entwicklung nur begrenzt fördern. Zwar wurde ihr früh großes Talent attestiert, doch eine gezielte und nachhaltige Förderung blieb zunächst aus.

Dennoch ritt Chantal unbeirrt weiter – mit Leidenschaft, Ehrgeiz und großer Motivation. Ob über Felder, durch Wälder oder auf unbefestigten Wegen: Besonders mit ihrer Stute Unika sammelte sie vielseitige Erfahrungen.

Bis 2016 wuchs ihre Begeisterung für den Reitsport kontinuierlich. Im Rahmen eines Schulprojekts bildete sie mit Unterstützung eines Trainers das Pony Diabolo aus und präsentierte die Ergebnisse erfolgreich in ihrer Klasse. Zudem absolvierte sie ein Schulpraktikum bei einem Hufschmied, bei dem sie grundlegende Kenntnisse im Ausschneiden und Beschlagen von Pferden erlernte.

Der Wendepunkt

Freunde der Familie erkannten früh Chantals Talent und empfahlen die Anschaffung eines geeigneten Sportpferdes. So kam die Familie erstmals mit dem Auktionswesen in Kontakt.

Im Jahr 2017 wurde auf der Hannoveraner Januar-Auktion die Stute Fräulein Polly ersteigert. Bereits beim Probereiten – unter anderem unter Anleitung von Hans-Heinrich Meyer zu Strohen – überzeugte Chantal durch ihr feines Gespür im Umgang mit jungen Pferden. Dieser positive Eindruck wirkt bis heute nach.

Ebenfalls 2017 legte Chantal erfolgreich die Reitabzeichen 5 und 4 ab. Ihr Turnierdebüt in einer A-Prüfung folgte 2018 – auf dem heutigen Hof der Familie, mit der Stute D’Animossa, die Ende 2017 erworben wurde. Damit war das Fundament für ihre sportliche Laufbahn und die spätere Zucht gelegt.

Der Aufstieg in die schwere Klasse

Ein entscheidender Meilenstein folgte im Frühjahr 2019: Chantals Mutter erwarb spontan den damals 15-jährigen Wallach Brunotti, der zuvor von Magdalena Preisler bis zur Klasse S*** ausgebildet worden war.

Zu diesem Zeitpunkt noch in der A-Klasse unterwegs, gelang Chantal mit Brunotti innerhalb von nur drei Jahren der Aufstieg bis in die schwere Klasse. Bereits 2022 erreichten sie in ihrer ersten S-Prüfung einen herausragenden 2. Platz.

Trotz schwerer gesundheitlicher Rückschläge des Pferdes – darunter ein Griffelbeinbruch, eine lebensbedrohliche Kolik mit Notoperation sowie ein Sitzbeinhöckerbruch – kehrte das Paar eindrucksvoll zurück. 2023 folgten der erste S-Sieg sowie eine S**-Platzierung mit knapp 70 %.

Nach der Saison 2022/23 wurde Brunotti in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Er präsentiert sich weiterhin in bester Verfassung – ein Beweis für die sorgfältige und verantwortungsvolle Arbeit der Familie. Heute genießt Bruno seinen Ruhestand im Kreise der Pferdefamilie.

Heute

Chantal Gärtner ist heute eine erfolgreiche Dressurreiterin, Jungpferdeausbilderin, Trainerin und Züchterin. Sie wird unter anderem von Bernhard Fliegl (ehemaliger Bundestrainer der deutschen Para-Mannschaft), der Olympiasiegerin Heike Kemmer und dem Bundestrainer Hendrik Lochthowe trainiert.

Besonders hervorzuheben ist ihre ausgeprägte Fähigkeit zur Analyse und Diagnostik in der Pferdeausbildung, die auch von Tierärzten geschätzt wird.

Wachsen mit den Aufgaben

Seit Sommer 2022 und mit der Übernahme der landwirtschaftlichen Reitanlage betreibt die Familie eine eigene Zucht- und Reitsportanlage in Neuberg (Hessen). Dort werden rund 10 Pensions- und Ausbildungspferde sowie etwa 35 eigene Pferde betreut.

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